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Rundfunk erleben statt nur hören – iba Studenten hinter den Kulissen des Hessischen Rundfunks

Der Haupteingang des Hessischen Rundfunks - eindrucksvoll. Ein historischer Rundbau mit weißem Marmor und goldenen Verzierungen. Eine Gruppe Studenten der Internationalen Berufsakademie mit Sitz in Darmstadt startet hier ihre Führung mit ihrem Dozenten. In den Hörfunk- und Fernsehstudios, Technik, Produktions- und Redaktionsräumen auf dem Frankfurter HR-Gelände, erwarten die Besucher zahlreiche Eindrücke.

Der erste Programmpunkt ist ein Besuch in der Tobi Kämmerer Radio Show. Alleine sitzt der Radiomoderator in seinem Studio. Es läuft gerade Musik als die Studenten sich in den kleinen Raum um den Moderator drängen. Er begrüßt die Gruppe freundlich und erklärt kurz seine Arbeit. Gleich danach laufen die Nachrichten. Zeit für die Gruppe Fragen an Tobi zu stellen. Als die Gruppe nach 10 Minuten weiter muss, spricht er gerade die Verkehrsmeldungen ein.

Die Studenten gehen nun zum Film-Schnitt. Filmbeiträge der Reporter werden in kurzen Abschnitten durchgesehen und dann zugeschnitten. So viele Menschen waren bei Mitarbeiter Simon sicher lange nicht mehr auf einmal in seinem kleinen Schneideraum. Außer zwei PCs und mehreren Tastaturen braucht der quirlige Typ nur hohe Konzentration.

Bloß ein paar Meter weiter den Gang entlang, kommt die Gruppe zu dem nächsten kleinen Büro- die Synchronisation: Hier werden die Texte zu den Filmbeiträgen eingesprochen. Auch hier steht die Gruppe eng aneinander gedrängt. Viele PCs , viele Knöpfe und Regler. Durch eine Scheibe sieht man das Studio für den Sprecher. Auf einer großen Leinwand im Sprecherraum läuft der Beitrag. Normalerweise sprechen die Redakteure hier ihre gedrehten Filme selbst ein. Heute dürfen allerdings zwei der Studenten zwei Beiträge Probesprechen . Ein erster Versuch erweist sich als gar nicht so einfach. Trotzdem klappt das Einsprechen der beiden Studenten schon beim zweiten Mal sehr gut. Und weiter geht es, zur Tür gegenüber der Synchronisation. Was die Gruppe wohl dort erwartet?

Es ist ein Tonstudio. In dem Raum- wieder ein Tisch mit unzähligen Reglern und Knöpfen und eine riesige Leinwand. Der Raum ist abgedunkelt- Kino- Atmosphäre. Hier arbeitet das vierköpfige Team aktuell an Geräuschen und Musik der neuen Staffel des Tatorts. Die neue Staffel wird in einigen Monaten ausgestrahlt. Wieviel Unterschied ein Soundeffekt macht wenn eine Schildkröte zertreten wird. Bevor sich die Tierschützer unter den Lesern aufregen - es ist natürlich keine Echte.

Kurze Zeit später heißt es für die Studenten -weiter zur Studiobesichtigung. Das Studio für die Sendung „Hessenquiz“ ist mitten im Aufbau. Die Mitarbeiter dort verwandeln einen völlig leeren grauen Raum in ein leuchtendes Studio mit schwarzem Hochglanzboden. Der eigentlich gar nicht so große Raum wird perfekt ausgestattet und beleuchtet. Eine kleine Regie findet sich hinter einer großen Stellwand.

Auch das Studio der bekannten HR- Nachrichtensendung „ Maintower“ wird besichtigt. Ein kleines grünes Studio, das später für den Fernsehzuschauer einen herrlichen Ausblick auf die Frankfurter Skyline bietet. Wegen der sensiblen Oberfläche ist das Betreten für die Studenten aber verboten. Auch hier ist alles voreingestellt und bereit wenig später auf Sendung zu gehen.

Noch 30 Minuten hat die Gruppe vor dem Besuch einer Life- Sendung. Also geht es noch einmal weiter hinter den Kulissen. In der Regie bekommt die Gruppe einen Eindruck was im Hintergrund passiert während der Moderator/ in scheinbar alleine im Studio steht. Alle Abläufe der Sendung sind genau geplant und die Bilder aufeinander abgestimmt. Und trotzdem kann das dreiköpfige Regie Team jederzeit kurzfristig auf Änderungen reagieren.

Nun ist es für die Studenten soweit. Die Gruppe ist zu Gast in der Life Sendung: „Hallo Hessen“. Thema des heutigen Tages ist, neben der Europameisterschaft, „Kaffee“. Zu Gast hat Moderatorin Selma Üsük den Schauspieler Horst Janson und einen Barista. Als die Studenten das Studio 20 Minuten vor Beginn erreichen, laufen noch die Proben. Die Moderatorin spricht noch einmal einzelne Stellen von ihrem Text. Der Barista kocht schon einmal Kaffee und Cappuccino und bereitet die Maschine vor. Kaffeeduft liegt in der Luft.Einige Personen laufen noch etwas hektisch hin und her und bereiten letzte Details vor. Als es los geht muss es ganz still sein im Studio. Jedes Husten oder Flüstern könnte der Zuschauer bei der Life -Sendung hören. Nichts im Studio bewegt sich. Wenn ein Beitrag geschaltet wird bricht die Stille auf und jeder rennt wieder durcheinander.

45 Minuten und ein Gruppenfoto später, endet der spannende Rundgang durch den Hessischen Rundfunk. Nach draußen geht es durch den Haupteingang- der in weißem Marmor mit goldenen Verzierungen.

Quellen:
Hr-online.de

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