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Kontakt und Termine Duales Studium an der iba


Übergabe des ersten Plaudertisches

Am 16. Juli 2018 übergaben Prof. Dr. Monika Zimmermann und Prof. Dr. Dorothea Kilk als Vertreterinnen der Internationalen Berufsakademie (iba) gemeinsam mit ihrem Kooperationspartner Herrn Florian Winger, Geschäftsführer der wings group gmbh der Heimleitung des „AGAPLESION MARIA VON GRAIMBERG“ in Heidelberg den ersten PLAUDERTISCH® zu seinem bestimmungsgemäßen Gebrauch. Bei diesem Projekt geht es in erster Linie darum, Senioren mobiler zu machen und ihnen zu mehr Lebensqualität zu verhelfen. Die Kooperationspartner setzen hierzu den oben erwähnten und von Florian Winger entwickelten PLAUDERTISCH® ein. Dieser ist ein innovatives und präventives Gruppenübungsgerät zur Erhaltung und Förderung der körperlichen und geistigen Fähigkeiten pflegebedürftiger Menschen.

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Die Fotos zeigen Prof. Dr. Monika Zimmermann (Wissenschaftliche Leitung der iba) links; Prof. Dr. Dorothea Kilk (Wissenschaftliche Leitung im Studiengang Physiotherapie an der iba) rechts

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Ulrike Schüller (Heimleitung AGAPLESION MARIA VON GRAIMBERG) bei der Begrüßung der Gäste

Nicolas Winterbauer, Student im Studiengang Sozialpädagogik & Management an der iba, begleitet das Projekt von praktischer und wissenschaftlicher Seite. Während seiner Praxisphasen im Seniorenheim „AGAPLESION   MARIA VON GRAIMBERG“ leitet er die Bewohner in der Nutzung des Plaudertisches an und sammelt dabei wertvolles Feedback und weitere Daten für eine wissenschaftliche Auswertung des tatsächlichen Nutzens des Plaudertisches. Die Ergebnisse aus den Arbeiten von Herrn Winterbauer wird Herr Winger wiederum nutzen, um den Plaudertisch weiter zu optimieren. Von der Integration des Konzeptes PLAUDERTISCH® in das Programm und die Lehrinhalte der iba profitieren somit alle Beteiligten. Herr Winterbauer profitiert nicht nur von dem spannenden Arbeitsthema, sondern auch von einem von drei Stipendien, die Florian Winger im Rahmen dieses Projektes zur Verfügung stellt. Die beiden weiteren Stipendien erhalten 2 Studierende aus Darmstadt, wie Prof. Dr. Kilk (Wissenschaftliche Leitung im Studiengang Physiotherapie) verriet. Im September soll die Übergabe des zweiten und dritten PLAUDERTISCHES® am iba Studienort Darmstadt im „AGAPELSION ELISABETHENSTIFT“ in den Bereichen „Pflegen & Wohnen“ und im Geriatrischen Zentrum erfolgen.

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Florian Winger (Geschäftsleitung wings group gmbh) bei der offiziellen Übergabe des PLAUDERTISCHES® an Ulrike Schüller (Heimleitung AGAPLESION MARIA VON GRAIMBERG) links; Nicolas Winterbauer bei der Arbeit am PLAUDERTISCH® rechts

Die Pflege und Palliativbetreuung ist Frau Prof. Dr. Zimmermann (Wissenschaftliche Leitung der iba) darüber hinaus ein persönliches Anliegen. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, „das Bewusstsein der Politik und Wirtschaft für diese Themengebiete zu schärfen und diesen Gruppen klar zu machen, dass sich Investitionen dort lohnen“, so Prof. Dr. Zimmermann. Um diese Lobby zu erreichen will die Wissenschaftliche Leitung der iba unter anderem ihre Position als Vorstand der Sektion Rhein-Neckar des Wirtschaftsrates nutzen und die Mitglieder auf die Wichtigkeit der Themen Pflege und Palliative Praxis mit Nachdruck hinweisen.

Mit dem hessischen Ministerium für Soziales und Integration und der Robert-Bosch-Stiftung bestehen bereits Gespräche zu Kooperationen und Pilotprojekten, wie Prof. Dr. Zimmermann verrät.

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Auf dem Foto testen einige der Kooperationspartner den PLAUDERTISCH®

Mehr zur offiziellen Übergabe-Veranstaltung lesen Sie hier:

Die Heimleitung Ulrike Schüller, die die Gäste zu Beginn der Veranstaltung begrüßte, ist mit Begeisterung bei diesem Pilotprojekt dabei und freut sich auf den Einsatz des PLAUDERTISCHES® in ihrem Haus.

Die Idee zu dieser Kooperation entstand im Januar 2018 in einem Gespräch zwischen dem Geschäftsführer der wings group gmbh -Florian Winger- und Prof.  Dr. Monika Zimmermann (Wissenschaftliche Leitung iba und Vorstand Sektion Rhein-Neckar des Wirtschaftsrates). Beide waren sich schnell einig, dass die Integration des PLAUDERTISCHES® in das Programm der iba für alle Beteiligten ein Gewinn sein wird. Nicht nur die iba, die ihr Lehrkonzept erweitert und der Student Nicolas Winterbauer, der in den Genuss des ersten Stipendiums kommt und ein spannendes Pilotprojekt begleiten darf, sondern auch die Heimbewohner und das Pflegepersonal, die den PLAUTERTISCH® nutzen dürfen, profitieren von der neuen Kooperation und auch Herr Winger wird die Ergebnisse der Arbeiten von Herrn Winterbauer gerne zur Weiterentwicklung seines PLAUDERTISCHES® nutzen.

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Von links: Ulrike Schüller (Heimleitung AGAPLESION MARIA VON GRAIMBERG), Nicolas Winterbauer (Student im Studiengang Sozialpädagogik & Management an der iba),  Florian Winger (Geschäftsführer wings group gmbh) bei der Übergabe des PLAUDERTISCHES®

Die Entstehungsgeschichte des Trainingsgerätes PLAUDERTISCH® liegt allerdings noch ein wenig weiter zurück. Wie Herr Winger erzählte, begann alles mit einer früheren Nachbarin von Heinz Röddiger, seinem heutigen Freund und Entwicklungsleiter, und dem Klagen eines neuen Nachbarn im Altenheim, über die wenig praktische Arbeit mit den verschiedensten Trainingsgeräten zur Mobilisierung seiner im Rollstuhl sitzenden und dementen Ehefrau. „Es muss doch möglich sein, die Trainingsgeräte praktisch zusammen zu fassen und so die Handhabung zu erleichtern und die Erfolge zu maximieren“, dachten sich die Herren, nachdem sie sich kurze Zeit vorher kennengelernt hatten. Herr Winger bezog daraufhin die Mitarbeiter der zur wings group gmbh gehörenden Astro Sport GmbH mit in seine Überlegungen ein. Der im Ursprung metallverarbeitende Betrieb – merath metallsysteme GmbH - des Familienunternehmens hatte sich vor einigen Jahren erweitert und mit dem Sportgerätehersteller Astro Sport GmbH zufälligerweise genau den richtigen Betrieb für dieses Projekt im Portfolio.

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Florian Winger (Geschäftsführer wings group gmbh)

Der Bau des ersten Prototyps bedurfte einiger Überzeugungsarbeit bei den Mitarbeitern, die es gewohnt waren, sehr viel leistungsfähigere Fitnessgeräte herzustellen. Nach drei Monaten war der Prototyp nichtsdestotrotz fertig und die Mitarbeiter sind mittlerweile mit Begeisterung bei der Entwicklung und Weiterentwicklung des PLAUDERTISCHES® dabei, wie der Geschäftsführer erklärte. Das liegt nicht zuletzt an der nicht in dem Maße erwarteten durchschlagenden Wirkung des ungewöhnlichen Fitnessgerätes. Die Nachbarin von Herrn Röddiger im Pflegeheim begann zusammen mit ihrem Mann am Prototyp zu trainieren (10-15 Minuten täglich) und schon nach drei Monaten konnte sie vom Rollstuhl an den Rollator wechseln und heute kann sie sogar wieder vollständig alleine gehen. Das Erstaunlichste allerdings war, „dass sich auch die Wahrnehmung ihrer Umwelt verändert hat, „die Demenz ging scheinbar leicht zurück, sie wirkt wieder wacher und aufmerksamer und nimmt wieder mehr am Leben teil“, erklärte Herr Winger glücklich.

Angetrieben von dem Gedanken „Bewegung macht beweglich – und Beweglichkeit kann Manches in Bewegung setzen“ (Paul Haschek), entwickeln Herr Winger und sein Team immer neue Ideen und Geräte für den PLAUDERTISCH® und geben so vielen Menschen die Möglichkeit durch Bewegung nicht nur beweglich, sondern körperlich und geistig fitter zu werden, um so mehr Lebensqualität zu erlangen. Auf dieses MEHR an Lebensqualität kommt es Herrn Winger bei dem Projekt in erster Linie an, neben dem Forschungsaspekt, den er gemeinsam mit der iba vorantreibt.

Wer mehr erfahren will, kann sich ein Video auf www.plaudertisch.com anschauen.

Auch Prof. Dr. Kilk (Wissenschaftliche Leitung im Studiengang Physiotherapie an der iba) war – wie sie erklärte - sofort dabei, als es darum ging, das Thema ins Lehrkonzept der iba zu integrieren. Nicht nur im Rahmen des Studienganges Sozialpädagogik & Management im Wahlbereich „Palliative Praxis für alte Menschen“, sondern auch in ihrem Bereich, der Physiotherapie und der in Planung befindlichen Angewandten Therapiewissenschaften – Schwerpunkt Ergotherapie soll der PLAUDERTISCH® daher in Form von Studienarbeiten, Assistenten- und Bachelorarbeiten eingebunden werden. Studieren bedeutet laut Prof. Dr. Kilk „nicht nur gute Noten schreiben, sondern auch seinen Horizont zu erweitern, neue Menschen kennen zu lernen, sein gesellschaftliches Engagement zu erweitern und eine breite Basis zu schaffen, die nicht nur für den Moment hilft, sondern für die Zukunft.“

Durch das Stipendium über 7 Semester in Höhe von 275 Euro monatlich ermöglicht der Stipendiengeber Florian Winger dem Stipendiaten Nikolas Winterbauer mehr Zeit für das Studium und damit eine reichhaltigere Gestaltung desselben zur Erweiterung seines Horizonts, so Prof. Dr. Kilk. Dies ist ein toller Anreiz, wie die wissenschaftliche Leitung des Studienganges Physiotherapie findet. Ein solcher Anreiz wird noch zwei weiteren Studierenden der iba zu Gute kommen. Die beiden Stipendien und somit auch zwei weitere PLAUDERTISCH® Projekte sind bereits auf den Weg gebracht. Im September soll – wie bereits erwähnt - die Übergabe des zweiten und dritten PLAUDERTISCHES® am iba Studienort Darmstadt im „AGAPLESION ELISABETHENSTIFT“ in den Bereichen „Pflegen & Wohnen“ und im Geriatrischen Zentrum erfolgen, wie Prof. Dr. Kilk ausführt.

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Von links: Prof. Dr. Monika Zimmermann (Wissenschaftliche Leitung iba); Nicolas Winterbauer (Student im Studiengang Sozialpädagogik & Management an der iba); Florian Winger (Geschäftsführer wings group gmbh) bei der Übergabe des Stipendiums

Prof. Dr. Monika Zimmermann, die das Projekt mit Herrn Winger aus der Taufe hob, gab einen Einblick in das Forschungsfeld rund um den PLAUDERTISCH® und die anvisierten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der F+U Unternehmensgruppe. Im Mittelpunkt der Studienarbeit von Herrn Winterbauer steht der „Einfluss von Bewegungstherapien auf demente Senioren“. Es geht dabei um den erlebten Nutzen des PLAUDERTISCHES® für die Heimbewohner, zunächst am Beispiel des Seniorenheims AGAPLESION MARIA VON GRAIMBERG.

„Fest steht schon jetzt, dass der PLAUDERTISCH® Spaß macht, herausgefunden werden muss noch, ob er bringt, was er soll“, so Prof. Dr. Monika Zimmermann.

Der Frage, in welchen Bereichen welcher erlebte Nutzen erkennbar ist, geht Herr Winterbauer in seiner Abschlussarbeit nach u.a. durch die Befragung der Nutzer sowie des Pflegepersonals und der Auswertung der Ergebnisse. In der Bachelorarbeit geht es darum, wie die vom Hersteller beigelegte Handreichung zur Nutzung des PLAUDERTISCHES® weiterentwickelt und unter pädagogischer Anleitung ergänzt werden kann.

Die Bachelorarbeit liegt Prof. Dr. Zimmermann bereits vor und sie ist nach eigener Aussage sehr gespannt auf die Lektüre mit der sie in Kürze beginnen wird.

Wie in der Einleitung bereits erwähnt, ist die Pflege und Palliativbetreuung Frau Prof. Dr. Zimmermann ein persönliches Anliegen. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, das Bewusstsein der Politik und Wirtschaft für diese Themengebiete zu schärfen und diesen Gruppen klar zu machen, dass sich Investitionen dort lohnen, so Prof. Dr. Zimmermann. Um diese Lobby zu erreichen will die Wissenschaftliche Leitung der iba unter anderem ihre Position als Vorstand der Sektion Rhein-Neckar des Wirtschaftsrates nutzen und die Mitglieder auf die Wichtigkeit der Themen Pflege und Palliative Praxis mit Nachdruck hinweisen.

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Nicolas Winterbauer (Student im Studiengang Sozialpädagogik & Management an der iba) links am PLAUDERTISCH® mit dem Pflegedienstleiter W.Merkel (AGAPLESION MARIA VON GRAIMBERG)

Mit dem „Hessischen Ministerium für Soziales und Integration“ und der „Robert-Bosch-Stiftung“ bestehen bereits Gespräche zu Kooperationen und Pilotprojekten, wie Prof. Dr. Zimmermann verrät.

Diese lassen sich wie folgt beschreiben:

  • Sensibilisierung der Bevölkerung in Hinblick auf eine offene Kommunikation bezüglich der Themen Sterben/Trauer/Palliative Versorgung
  • Offene Gesprächskultur über Sterben/Trauer/Palliative Versorgung in Kindergärten und Schulen
  • Grundlagenforschung zur Verbesserung der Versorgungslage
  • Entwicklung von Schnittstellenprofessionalität durch das Studium an der iba

Die Bereiche Soziale Arbeit, Sozialpädagogik und Pflege gilt es zu kombinieren und so multiprofessionelle Teams auszubilden. Prof. Dr. Zimmermann ist überzeugt, dass eine Schnittstellenprofessionalität auch dem Fachkräftemangel entscheidend entgegenwirken wird. Sie wünscht sich mehr „Prototypunternehmer“ wie Florian Winger, an dem sich - laut Prof.  Dr. Zimmermann - viele ein Beispiel nehmen sollten, da er bereit ist, in Prototypen erst einmal zu investieren, um dann erfolgreiche Serien und Serienprojekte an den Start zu bringen.

Seine Investition in Nicolas Winterbauer wird sich sicher lohnen, letzterer nahm strahlend und dankbar die Urkunde über das Stipendium entgegen und verkündete wie viel Spaß ihm die Arbeit in diesem Projekt mit den Menschen im AGAPLESION MARIA VON GRAIMBERG macht.

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Das Foto zeigt Prof. Dr. Monika Zimmermann (Wissenschaftliche Leitung iba), Nicolas Winterbauer (Student im Studiengang Sozialpädagogik & Management an der iba), Florian Winger (Geschäftsführer wings group gmnh) bei der Übergabe des Stipendiums

Die offizielle Übergabe des PLAUDERTISCHES® fand einen gemütlichen Ausklang bei Häppchen, Sekt und kühlen Getränken. Die Heimleitung Frau Schüller „ist stolz bei diesem Projekt dabei zu sein und glücklich solch laute Stimmen hinter sich zu wissen“.

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Das Foto zeigt Ulrike Schüller Heimleitung AGAPLESION MARIA VON GRAIMBERG (links) mit Prof. Dr. Monika Zimmermann, der (Wissenschaftlichen Leitung der iba (rechts)

Über die Internationale Berufsakademie

Die Internationale Berufsakademie (iba) ist Deutschlands größte staatlich anerkannte private Berufsakademie mit bundesweit 11 Studienorten. Sie bietet die dualen Bachelor-Studiengänge Betriebswirtschaftslehre in 12 Fachrichtungen, Sozialpädagogik & Management sowie Physiotherapie und Wirtschaftsingenieurwesen an. Alle Studiengänge sind akkreditiert und schließen mit dem Bachelor ab. Der Studiengang Angewandte Therapiewissenschaften – Schwerpunkt Ergotherapie befindet sich in Planung.

An der iba studiert man anders – im Modell der geteilten Woche wechseln sich Theorie und Praxis in jeder Woche ab. Die Studierenden erleben kontinuierlich die Abläufe im Unternehmen mit, denn sie studieren und arbeiten jeweils 20 Stunden pro Woche.

Die iba ist Teil der F+U Unternehmensgruppe. Letztere ist als einer der größten privaten Bildungsanbieter in Deutschland bereits seit mehr als 30 Jahren in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung sowie Berufsvorbereitung tätig. 

Internationale Berufsakademie der F+U Unternehmensgruppe gGmbH

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